JENNIFER VON SCHUCKMANN

Foto: peter-juelich.com

Kurzbiografie

Jennifer von Schuckmann ist gelernte Filmvorführerin in Frankfurt und studierte von 2013 bis 2017 Zeitbasierte Medien, mit dem Schwerpunkt szenische Regie an der Hochschule Mainz. Mit MimiCry absolvierte sie dort ihren Bachelor of Arts. 2015 wurde ihr Kurzfilm Cabaret Voltaire erfolgreich durch Crowdfunding finanziert und erzielte 2016 internationale Screenings in Venedig, Missouri, Berlin und Frankfurt, gewann zudem den Jurypreis des 7.ten Oberurseler Filmfestivals. Die Produktionsfirma Spektrumfilm wurde dadurch auf sie aufmerksam und arbeitete bei MimiCry professionell und finanziell an ihrer Seite.

Am liebsten widmet sich Jennifer der Regie und Drehbuchschreiben von szenisch-experimentellen Projekten mit starken Charakteren. Für ihren Master bewirbt sich Jennifer nun in Berlin, Hamburg und Ludwigsburg, denn sie hat diese eine Berufung im Leben: Spielfilme drehen.

Kommentar der Regisseurin

MimiCry basiert lose auf meiner eigenen Selbstwerdung, da ich mich selbst als Queer oute und im weiten Spektrum dieser Bezeichnung als “Schwule Frau”.  Ich habe MimiCry gedreht, um die Grenzen der Geschlechter-Wahrnehmung zu sprengen, um zu provozieren und damit jeden Menschen anzusprechen, zu experimentieren und sich dabei selbst zu entdecken.  In diesem Film habe ich alles verarbeitet, was ich im Laufe der Jahre über mich gelernt habe. Ich arbeite an dem Projekt nun mehr 2 Jahre, habe all meine Zeit, mein Geld und meine Energie in dieses Projekt gesteckt, um meine Karriere als Regisseurin zu starten.

Filmographie

FILMOGRAPHIE:

  • Oktober 2017: MimiCry | Mittellanger Spielfilm | Regie, Buch

  • Dezember 2016: Laser Pope, Fundraising – Trailer für Langspielfilm | Kostümdesign | R: Lukas Rinker

    SELECTION Genrenale 2017

  • Februar 2016: Stammtisch | Social Spot | Regie, Produktion, Schnitt, Kostümdesign

    Vorführung 2017 im Vorprogramm diverser Frankfurter Kinos

  • Oktober 2015: Cabaret Voltaire | Kurzfilm | Regie, Produktion, Buch, SchnittWINNER 7.tes Oberurseler Filmfest

    SELECTION Der Kurzfilmtag Frankfurt 2016

    SELECTION Berlin Independent Film Festival 2016

    SELECTION  Venice Film Week  2016

    SELECTION Osark Shorts / Missouri, USA 2016

  • September 2015: 16ner aus‘m Untergrund | Musikvideo für den links-engagierten Rapper Master Al | Regie, Produktion

  • August 2015: Der Himmel über Berlin Geschwedet | Wettbewerbsbeitrag ARTE Wettbewerb zum 70 Geburtstag von Wim Wenders | Regie, Produktion (Platz 5 von 15)

Der Film

In meinem mittellangen Spielfilm MIMICRY geht es genau um diese Gedanken. Wieso werden wir Girlfags nicht als Bindeglied all dieser Schubladen gesehen? Wir sind der Beweis dafür, dass “männlich” und “weiblich”, wie diese Kategorien sozial konnotiert sind, so nicht stimmen.

MIMICRY erzählt die Geschichte von Mimi und ihrer Selbstfindungsreise in ein queeres Milieu. Sie wird im Film alle möglichen Schubladen begehen und wieder verlassen, um am Ende sich selbst zu finden.

MIMICRY will die Idee einer Auflösung bzw. Fusion aller sozial konstruierten Geschlechterrollen aufzeigen oder um es ganz einfach zu beschreiben:

Beschäftige dich mit dir selbst, lerne dich kennen, lerne auch die Dinge über dich kennen, die du sonst nicht erforschen würdest und dann liebe den Menschen, den du in dir gefunden hast. Erst wenn du mit dir selbst Frieden geschlossen hast, kannst du auch mit der Menschheit Frieden schließen. Die Idee einer genderqueeren Gesellschaft, die sozial konstruierte Rollen ablehnt und mehr Individualität für jeden Menschen darbietet, spielt dabei eine starke Rolle.

Das Team und die Produktion

Mein Team besteht aus sehr engagierten Menschen aus Frankfurt und Mainz, aus verschiedenen Bereichen der Kunst. Jeder engagierte sich ehrenamtlich für das Projekt und opferte Zeit und Energie bei diesem ungewöhnlich aufwendigen Film mitzuwirken. Ich habe mit diesem Film meinen Bachelor of Arts an der Hochschule Mainz abgeschlossen, aber die Produktion ging doch sehr schnell über die Grenzen eines normalen Studenten-Films hinaus:

Die Produktionsfirma Spektrumfilm, vertreten durch den grandiosen Jan Czmok aus Mainz, nahm sich aus Liebe zu meiner Idee den Produktionskosten an, die mit 15 intensiven Drehtagen plus Postproduktion nun auf einen 5-stelligen Betrag hinauslaufen wird. Darüber hinaus habe ich noch die Medienförderung Rheinland-Pfalz mit 3000 Euro bekommen